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Am Samstag vor Pfingsten kann man, wie jedes Jahr ein Phänomen beobachten. Man sah viele junge, oder nicht mehr ganz so junge, Männer mit Kettensägen, Äxten und Seilen auf Traktoren oder LKWs. Dies war weder ein Zeichen für einen bevorstehenden kalten Winter,
noch war es die Bekehrung der Jugend zu den volksmusikalischen Holzhackerbuben. Es ist einfach die Zeit der Maibäume, eine Tradition die ihren Ursprung bereits im 13.Jahrhundert hat.
In vielen europäischen Regionen, vor allem in Bayern, Hessen sowie in Österreich wurden  meist am 1.Mai einzelne Maibäume auf dem Dorfplatz oder Anger aufgestellt, um die dann ausgelassen getanzt wurde. In Aachen fällte 1225 ein Pfarrer einen Maibaum, weil er annahm, dass dieser Brauch eindeutig heidnischen Ursprungs sei. Bei dem folgenden Handgemenge wurde der Gottesmann sogar verletzt.
Frühjahrsbräuche, wie das Maibaumstellen, konzentrierten sich nicht allerorts um den 1. Mai, sondern wurden in kälteren Regionen auch oft auf das Pfingstfest verschoben.
In vielen Gebieten wird der Maibaum (meist eine schlanke Birke) auch heute noch auf zentralen Plätzen aufgestellt und ist oft der Mittelpunkt von Dorf – oder Frühlingsfesten.
In unserer Region ist der Maibaum ein nützliches Mittel, um der Liebsten seine Zuneigung zu zeigen. Zu diesem Zweck tun sich meist einige Jungmänner zusammen, fällen an den geeigneten Stellen  schlankgewachsene Birken und stellen diese  dann der Geliebten ans Haus. Die mit einem solchen Baum Geehrte revanchiert sich dafür mit dem Reichen von einer kleinen Stärkung. Selbstverständlich wird auf jede erfolgreiche Aufstellung gebührend angestoßen. Je nach Anzahl der  Bäume kann folglich das Aufstellen der letzten Bäume schon mal zum Problem werden.
Natürlich wird dieser Brauch nicht nur von verliebten Junggesellen gepflegt, sondern auch erprobte Ehemänner nutzen die Chance, ihrer Frau einen Liebesbeweis zu bringen. So auch unser Maibaumteam, bestehend aus R. Brümmer, H. Kirchner, R. Steen, P. Wendrodt und
P. Polle. Dieses Jahr konnten wir unser 10. Jubiläum feiern. Eigens aus diesem Anlass wurden T-Shirts bedruckt und aus organisatorischen Gründen eine „Maibaumsetzvorparty“ organisiert. Im Normalfall findet die Aufstellfeier traditionsgemäß nach dem letzten Baum mit Frauen und Kindern, bei regelmäßig wechselnden  Ausrichtern statt.
Die Aufstelltechniken werden natürlich jedes Jahr verbessert und perfektioniert, so werden die Bäume oft nicht einfach nur angebunden sondern in einbetonierte Metallhülsen gesteckt.
Natürlich achten wir bei aller Traditionspflege besonders darauf, dass sich der Schaden im Wald in Grenzen hält.

 

P. Polle 

    

Dass unsere Heimatstube nicht nur für ältere Leute interessant ist, beweist hier der kleine Luis-Ole.

Ein alter Kinoprojektor, Leihgabe eines heimat-
verbundenen
Weißenbörner´s.

Hochrangiger Besuch in der Heimatstube;
Bundestags-abgeordneter Manfred Grund und VG-Vorsitzender Peter
Trappe mit Frau Marianne.

unsere kleine Wohnstube

Küchenschrank und Milchschleuder

Unsere kirchliche Abteilung;
im Hintergrund ein Stück original
Kommunionbank aus der Klosterkirche zu Gerode, später bis in den 70-gern in der Michaelskirche in Weißenborn. Außerdem einige interessante Leihgaben unserer Kirchengemeinde.

Schulbank, Nähmaschine und andere Exponate